Drei Quellen der Linken – Stimme # 119

Mein Beitrag in der Zeitschrift STIMME Nr. 119 gilt dem Versuch, die Linke in unserer Gegenwart neu zu orten. Dazu nenne ich drei historisch und systematisch zu bestimmende Quellen, aus denen sich die Linke speist bzw. meines Erachtens speisen sollte. So auch der Titel des Textes:

Drei Quellen der Linken

Ich glaube tatsächlich, dass die Linke erst dann wieder scharfe Konturen haben wird, wenn es ihr gelingt, alle drei hier aufgezählten Quellen als ihre Bestandteile zu verstehen und sie auf eine spezifische und zeitgerechte Weise miteinander zu verknüpfen. Sich aus diesen Quellen speisen zu lassen, bedeutet nicht, alle drei Politiktraditionen kritiklos zu übernehmen und wie Stoffflicken eklektisch aneinanderzunähen. Die Widersprüche und Spannungen zwischen den drei Quellen können nur in einer selbstkritischen und permanent reflektierten politischen Praxis in ein produktives „Gemisch“ münden, das wieder eine Linke mit Konturen hervorbringen kann.

Stimmlage # 119

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Sommer 2021:

Angst in der Pandemie

Meine Angst beruht nicht in erster Linie darauf, Regierungspolitiker*innen würden diese Gelegenheit nutzen, um ihre schon immer vorhandenen illiberalen Tendenzen und Wünsche zu verwirklichen. Dies gilt zwar ohne Zweifel für nicht wenige Länder (auch Europas), wie wir es etwa aus Ungarn gut kennen – und die aktuelle Regierungskonstellation mit Sebastian Kurz als Bundeskanzler hat bis heute nicht unbedingt ein Bild geliefert, das längerfristige Entwicklungen hin zum Autoritarismus hierzulande würde vollkommen ausschließen lassen.

Meine Angst rührt dennoch eher von der „Vergesslichkeit“ des Demos – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit oder Menschenrechte funktionieren nicht aufgrund von Instinkten oder Reflexen der Bevölkerung, sondern umgekehrt muss das „Wahlvolk“ stets von Neuem lernen und sich daran gewöhnen, Rechte zu haben und mitentscheiden zu können.

Video-Buchbesprechungen auf der ÖGPB-Webseite

Dem legendären „Literarischen Quartett“ nachempfunden, versucht die Veranstaltungsreihe der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung – ÖGPB „Das politisch-literarische Quartett“ aktuelle politische Bücher ebenso spielerisch zu vermitteln wie die berühmten ungelesenen Klassiker. Vier „Berufsleser*innen“ stellen vier Bücher aus verschiedenen Sparten der politischen Literatur vor. Hauptthesen, Bezug zur politischen Bildung sowie sachliche Kritik bilden die Eckpunkte der jeweiligen Buchbesprechung. Ein Handout mit wichtigsten Daten zu den vorgestellten Büchern begleitet die jeweiligen Buchbesprechungen.

Die Aufzeichnungen der bisherigen Quartetts sowie die Handouts dazu sind auf der Webseite der ÖGPB zu finden, indem auf das entsprechende Buchcover auf der Seite Buchbesprechungen geklickt wird. Mehrere der Bücher habe ich in dieser Reihe besprochen.

Beitrag in der STIMME # 118: Politik der Zeichen

In meinem Beitrag für die Zeitschrift STIMME. Nr. 118 befasse ich mich mit einem Modus des Politischen, der sich auf den Bereich des Symbolischen konzentriert – dazu gehört unter anderem die sogenannte Identitätspolitik.

Politik der Zeichen

Während die Macht kulturelle Errungenschaften der widerständigen Zeichenpolitik Stück für Stück an sich gliedert (man möge sich nur die Fernsehwerbung anschauen), büßt Political Correctness wegen der identitären Exzesse ihre politische Bedeutung und wird zur Farce. Es gelingt uns deswegen auch nicht mehr, die rechte Kritik an der PC als Machtdiskurs aufzuzeigen und zu kritisieren.

IM BLOG: Autobiografische Notiz in Stimmungsbildern

Mein Beitrag im April 2021 auf IM BLOG, dem Weblog der Initiative Minderheiten, ist zugleich der Beginn einer neuen Rubrik: Meine Kolumne Stimmlage in der Quartalsschrift STIMME wird nach der Print-Veröffentlichung hier auch online zu lesen sein.

Autobiografische Notiz in Stimmungsbildern

40 Jahre nach dem Verlassen eines Landes, das ich inzwischen verloren habe, sitze ich nun hier in meinem geliebten Wahl-Zuhause und sehe in all dieser Finsternis einem anderen Lebensalter entgegen – voller Angst, ein weiteres Land zu verlieren.

Öneri Şubat ve Mart 2021 yazılarım

Öneri Çevrimiçi Gazete’de yayımlanan Şubat ve Mart 2021 yazılarım:

Yıldızlı Masal (Mart 2021)

12 Eylül darbesinden altı ay sonra, Mart 1981’de, İstanbul’u terk edip Viyana’ya yerleştim. Geldikten birkaç hafta sonra da burada yirminci yaşgünümü kutladım. Aradan 40 yıl geçmiş. Hâlâ cevabını bilemediğim bir soru var bunca zamandır: Orada kalmış olsaydım, acaba her şey nasıl olurdu? Daha Viyana’daki ilk aylarımda, bir metin yazmıştım, bir tür “mensur şiir”. Bizim hüzünlü kuşağımızın düzyazı destanı. Galiba, 40 yıldır kendime sormaktan vazgeçemediğim sorunun cevabı da bu yaşlanmış metnin içinde saklı.

Çağrışımlı yazı (Şubat 2021)

Hangi adalet bu siyasetçileri yargılayacak? Ne zaman? Bugüne kadar kaç tanesi yargılandı? Her şeyden önce: Herhangi ağır politik sonuçlarla, bir siyasi hesaplaşmayla karşılaştı mı hiç böylesi politikacılar? Yüksek maaşlarla emekliye ayrılıp, birkaç baskı yapacak anılarını yazarak; siyaset hakkında sunumlar vererek; medyada haklarında düzülen övgü kupürlerini arşivleyerek, devlet hediyesi mezarlarına gidene kadarki zamanı saygın insan pozlarında geçirmeye koyuldu bugüne dek hemen hepsi. Kimseye hesap filan vermeden.

Mein Beitrag auf IM BLOG: Dreifaches Jubiläum

Mein neuer Beitrag auf IM BLOG, dem Weblog der Initiative Minderheiten, befasst sich mit drei Jubiläen für die Organisation:

Dreifaches Jubiläum

Die Initiative Minderheiten nimmt an dieser Konfrontation seit 30 Jahren beständig teil. Ihre Art ist weniger von verbalradikalem Getöse geprägt als vielmehr von einer kompetenten (und mühsamen) Suche nach den Fäden, welche die Vielen miteinander verbinden – gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Behindertenfeindlichkeit, Antisemitismus, Antiziganismus und weitere Formen von Diskriminierung und Unterdrückung. Und die Stimme und der IM BLOG verstehen sich als Teil dieser Suche.

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