About Hakan Gürses

http://www.hakanguerses.at

Posts by Hakan Gürses:

Der Autoritarismus im Chat

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Frühling 2023, Nr. 126 ist nun auch online zu lesen: „Der Autoritarismus im Chat“ (PDF) oder auf IM BLOG.

Eine meiner Fragen an ChatGPT lautete, warum es heute mehr autoritäre Regierungen gebe. Typische Besserwisserfrage, aber im Bereich der Naturwissenschaften bin ich trotz mit Interesse geschauter Folgen von Science Busters noch immer ein Koffer. Darum dachte ich mir, lieber eine politische Frage stellen, deren Antwort ich zumindest überprüfen kann. Ich muss sagen, diese war durchaus intelligent, wenn auch ein wenig ideologisch gefärbt.

Minoritäre Allianzen

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Herbst 2022, Nr. 125, mit dem Titel „Minoritäre Allianzen damals – und heute“ ist nun auch online zu lesen: als PDF oder auf IM BLOG.

Allianzen können unterschiedliche Motive haben – etwa ein normatives Motiv wie Solidarität; ein pragmatisches wie das Bündeln der knapp bemessenen Kräfte; ein strategisches wie der Wille, sich nicht spalten zu lassen, etc. Der wichtigste Beweggrund für die minoritäre Allianz war und ist jedoch aus meiner Sicht eine strukturelle Mengenlehre.

Jubiläumskonzert im Metropol: 40 Jahre Lakis & Achwach

Samstag, 4. Februar 2023, um 20.00 Uhr, im Wiener Metropol, Hernalser Hauptstraße 55, 1180 Wien

Textauszug aus der Metropol-Webseite:

Vor 40 Jahren ist eine Gruppe von griechischen Musikstudenten mit dem damaligen Chemiestudenten Lakis Jordanopoulos zusammengekommen und hat den ersten Kern der Band „Lakis & Achwach“ gegründet! Nur kurze Zeit später gesellte sich der damalige Philosophiestudent Hakan Gürses aus der Türkei dazu und die Band war komplett.

Seit dieser Zeit sind ganze 40 Jahre vergangen. Viele der MusikerInnen kamen dazu, andere gingen wieder. Das musikalische Konzept von „Lakis & Achwach“ aber blieb das gleiche: Aus gegensätzlich anmutenden Elementen wird ein neues, homogenes Klangbild auf der Grundlage der griechischen Musik erzeugt. Und wie die Publikumsreaktion zeigt, kommt dieses Konzept sehr gut an!

Weitere Infos: Facebook-Seite von Lakis & Achwach

Tsatsiki Connection am 3. Dezember 2022 in der Kulisse

Das nächste Konzert von Tsatsiki Connection findet am Samstag, 3. Dezember 2022, um 20 Uhr in der Kulisse statt. Aus weihnachtlicher Aktualität haben wir den Auftritt mit „O(h)livenbaum, O(h)livenbaum“ betitelt.

Tsatsiki Connection - O(h) LIVENBAUM, O(h) LIVENBAUM

Tsatsiki Connection:

Lakis Jordanopoulos, (Komp., Voc., Git.)
Hakan Gürses ( Bousouki, Ud, Voc.)
Herwig „Max“ Thoeny (Kontrabass, Voc.)
Mehmet Emir ( Darabuka, Percussion)

mit der enkeltöchterlichen Gästin Ria Kisser.

Karten können hier online bestellt werden.

Vortrag: Die Kulturalität als politisches Konzept

Im Rahmen der jährlichen Vortragsreihe „Politische Erwachsenenbildung“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung – ÖGPB, die heuer zum Schwerpunkt Das Politische der Kultur – die Kultur des Politischen in Wien stattfindet, halte ich einen Vortrag mit dem Titel „Kulturalität als politisches Konzept“, am Do., 3. November 2022, 19:00 Uhr, im Depot.

Depot: Breite Gasse 3, 1070 Wien
Freier Eintritt! Keine Anmeldung erforderlich.

Seit gut drei Jahrzehnten ist „Kultur“ einer der politisch umstrittensten Begriffe. Für die eine Seite bilden kulturelle Unterschiede den Zündstoff für soziale Konflikte, folgerichtig müsse beispielsweise die Einbürgerung von Drittstaatsangehörigen an deren vollständige „Integration“ gebunden werden. Für die andere Seite hingegen ist Kultur nur eine vorgeschobene Ausrede, um brisante soziopolitische Fragen zu kaschieren und „Rasse“ durch „Kultur“ zu ersetzen. „Identitätspolitisch“ genannte Bewegungen jüngeren Datums wiederum problematisieren etwa „kulturelle Aneignung“. Wo der Kulturbegriff politisch für derlei Konfusion sorgt, kann indes das Konzept der „Kulturalität“ helfen, die kulturellen Aspekte des „Führens“ und „Regierens“ dem politischen Verständnis zu eröffnen.

Die Eule der Minerva

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Herbst 2022, Nr. 124, mit dem Titel „Die Eule der Minerva“ ist auch auf dem IM BLOG zu lesen.

Währenddessen avancierten die Cultural Studies, die kulturelle Entwicklungen in einem klassenbezogenen und/oder ethno-politischen Kontext analysieren, zum Königsfach der Geisteswissenschaften – als wollte Minervas Eule das Ende einer kulturellen Ära augenzwinkernd einläuten. Zeitgleich begann das Feld des Politischen von Gepflogenheiten des US-amerikanischen Demokratieverständnisses überflutet zu werden: Begriffe, Selbstverständnis, Aktionsformen, ja, sogar soziale Gruppen und Akteure der Politik werden seit gut vier Jahrzehnten zunehmend an den Vereinigten Staaten ausgerichtet. Politische „Normalität“ der europäischen Wohlfahrtsstaaten, die sich in Sozialpartnerschaft, Arbeitskampf oder Parteiorganisationen ausdrückte, wurde allmählich von Identitäts- und Anerkennungspolitik(en) überlagert, die auf der sozialen Entität von „Communities“ beruhen. Respect wurde zur Währung gerechter Umverteilung; Mikroaggression und Triggern gelten fast schlimmer als Ausbeutung.

Die dritte Option

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Sommer 2022, Nr. 123, mit dem Titel „Die dritte Option“ ist auch auf dem IM BLOG zu lesen.

Warum kann ein prinzipielles Nein zum Krieg nicht auch einen legitimen Standpunkt bilden? Warum wird man im besten Fall für blauäugig gehalten, wenn man auf Maßnahmen pocht, die ein baldiges Ende des Krieges bewirken sollen, statt auf weitere Waffenlieferungen und Durchhalteparolen?

W-Fragen im Untertitel

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Frühjahr 2022, Nr. 122, trägt den Titel W-Fragen im Untertitel.

Fällt es Ihnen auch auf? Es erscheint kaum ein Sachbuch mehr ohne einen Untertitel, der die „Fragestellung“ des Werkes vorausschicken soll. Dem meist reißerischen Titel folgt bereits auf dem Buchcover ein Satz mit sogenannten W-Fragewörtern (etwa: wie oder was). […] Beispiele? Hier einige fiktive, um die wirklichen nicht zu diskreditieren: Das mutige Dagegenhalten. Wie man gegen Schwurbler argumentiert, ohne dabei den Anstand zu verlieren. Oder: Der verratene Antifaschismus. Wie aus einer politischen Bewegung ein Label wurde und was wir dagegen tun können. Ein letztes: Lustvoll klimagerecht. Wann wir endlich aufwachen und wie wir die Welt noch mit Fun retten können.