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Posts by Hakan Gürses:

Tsatsiki Connection am 3. Dezember 2022 in der Kulisse

Das nächste Konzert von Tsatsiki Connection findet am Samstag, 3. Dezember 2022, um 20 Uhr in der Kulisse statt. Aus weihnachtlicher Aktualität haben wir den Auftritt mit „O(h)livenbaum, O(h)livenbaum“ betitelt.

Tsatsiki Connection - O(h) LIVENBAUM, O(h) LIVENBAUM

Tsatsiki Connection:

Lakis Jordanopoulos, (Komp., Voc., Git.)
Hakan Gürses ( Bousouki, Ud, Voc.)
Herwig „Max“ Thoeny (Kontrabass, Voc.)
Mehmet Emir ( Darabuka, Percussion)

mit der enkeltöchterlichen Gästin Ria Kisser.

Karten können hier online bestellt werden.

Vortrag: Die Kulturalität als politisches Konzept

Im Rahmen der jährlichen Vortragsreihe „Politische Erwachsenenbildung“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung – ÖGPB, die heuer zum Schwerpunkt Das Politische der Kultur – die Kultur des Politischen in Wien stattfindet, halte ich einen Vortrag mit dem Titel „Kulturalität als politisches Konzept“, am Do., 3. November 2022, 19:00 Uhr, im Depot.

Depot: Breite Gasse 3, 1070 Wien
Freier Eintritt! Keine Anmeldung erforderlich.

Seit gut drei Jahrzehnten ist „Kultur“ einer der politisch umstrittensten Begriffe. Für die eine Seite bilden kulturelle Unterschiede den Zündstoff für soziale Konflikte, folgerichtig müsse beispielsweise die Einbürgerung von Drittstaatsangehörigen an deren vollständige „Integration“ gebunden werden. Für die andere Seite hingegen ist Kultur nur eine vorgeschobene Ausrede, um brisante soziopolitische Fragen zu kaschieren und „Rasse“ durch „Kultur“ zu ersetzen. „Identitätspolitisch“ genannte Bewegungen jüngeren Datums wiederum problematisieren etwa „kulturelle Aneignung“. Wo der Kulturbegriff politisch für derlei Konfusion sorgt, kann indes das Konzept der „Kulturalität“ helfen, die kulturellen Aspekte des „Führens“ und „Regierens“ dem politischen Verständnis zu eröffnen.

Die Eule der Minerva

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Herbst 2022, Nr. 123, mit dem Titel „Die Eule der Minerva“ ist auch auf dem IM BLOG zu lesen.

Währenddessen avancierten die Cultural Studies, die kulturelle Entwicklungen in einem klassenbezogenen und/oder ethno-politischen Kontext analysieren, zum Königsfach der Geisteswissenschaften – als wollte Minervas Eule das Ende einer kulturellen Ära augenzwinkernd einläuten. Zeitgleich begann das Feld des Politischen von Gepflogenheiten des US-amerikanischen Demokratieverständnisses überflutet zu werden: Begriffe, Selbstverständnis, Aktionsformen, ja, sogar soziale Gruppen und Akteure der Politik werden seit gut vier Jahrzehnten zunehmend an den Vereinigten Staaten ausgerichtet. Politische „Normalität“ der europäischen Wohlfahrtsstaaten, die sich in Sozialpartnerschaft, Arbeitskampf oder Parteiorganisationen ausdrückte, wurde allmählich von Identitäts- und Anerkennungspolitik(en) überlagert, die auf der sozialen Entität von „Communities“ beruhen. Respect wurde zur Währung gerechter Umverteilung; Mikroaggression und Triggern gelten fast schlimmer als Ausbeutung.

Die dritte Option

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Frühjahr 2022, Nr. 122, mit dem Titel „Die dritte Option“ ist auch auf dem IM BLOG zu lesen.

Warum kann ein prinzipielles Nein zum Krieg nicht auch einen legitimen Standpunkt bilden? Warum wird man im besten Fall für blauäugig gehalten, wenn man auf Maßnahmen pocht, die ein baldiges Ende des Krieges bewirken sollen, statt auf weitere Waffenlieferungen und Durchhalteparolen?

W-Fragen im Untertitel

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Frühjahr 2022, Nr. 122, trägt den Titel W-Fragen im Untertitel.

Fällt es Ihnen auch auf? Es erscheint kaum ein Sachbuch mehr ohne einen Untertitel, der die „Fragestellung“ des Werkes vorausschicken soll. Dem meist reißerischen Titel folgt bereits auf dem Buchcover ein Satz mit sogenannten W-Fragewörtern (etwa: wie oder was). […] Beispiele? Hier einige fiktive, um die wirklichen nicht zu diskreditieren: Das mutige Dagegenhalten. Wie man gegen Schwurbler argumentiert, ohne dabei den Anstand zu verlieren. Oder: Der verratene Antifaschismus. Wie aus einer politischen Bewegung ein Label wurde und was wir dagegen tun können. Ein letztes: Lustvoll klimagerecht. Wann wir endlich aufwachen und wie wir die Welt noch mit Fun retten können.

„Verzicht, Synchronie, Macht“ ist nun als Open-Access-Text verfügbar

Mein Beitrag “Verzicht, Synchronie, Macht”, ein Text, den ich zu Beginn der Covid-19-Pandemie, im März 2020, geschrieben hatte und der 2021 im Sammelband Marc Hill / Cornelia Schmitt (Hg.): Solidarität in Bewegung. Neue Felder für die Soziale Arbeit, Baltmannsweiler: Schneider Verlag erschienen ist, steht nun als Open-Access-Beitrag zur Verfügung. Der Artikel kann hier heruntergeladen werden:

Verzicht, Synchronie, Macht (pdf)

Die pandemische Verwerfung

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Winter 2021/22, Nr. 121 trägt den Titel Die pandemische Verwerfung und ist online auf IM BLOG, dem politischen Weblog der Initiative Minderheiten, zu lesen.

Wir haben es mit einer völlig neuen, einer bio-politischen Linie zu tun, die das politische Spektrum ebenso durchkreuzt wie Klassen, Schichten und soziale Milieus. Darum und weil sie auf dem Hintergrund der Pandemie ihre Furche zieht, nenne ich diese Linie pandemische Verwerfung. Sie ist auch deswegen „pandemisch“, da sie sich wie eine Pandemie verbreitet: eine Verwerfung, die „viral geht“.

Stimmlage # 120

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Herbst 2021, Nr. 120:

Das dreißigste Jahr

Wir befinden uns also im Jahre 2051 nach Christus. Ganz Österreich ist von einem neoliberalen Autoritarismus besetzt, der sich alle widerständigen Aktivitäten und die korrekte Sprache angeeignet hat. Ganz Österreich? Nein! Eine von unbeugsamen POCs und Gegen-Alliierten bevölkerte Organisation, die Initiative Dekolonisierte heißt (inzwischen ist es nicht mehr politisch korrekt, von „Minderheiten“ zu reden), hört nicht auf, dem postkolonial-neoliberalen Selbstoptimierungszwang Widerstand zu leisten.

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