About Hakan Gürses

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Posts by Hakan Gürses:

Live Podcast über Macht und Herrschaft

Medea Talks – Live-Podcast mit Elif Bilici und Hakan Gürses

Medea Talks: Live-Podcast , 29 January | Event in Wien | AllEvents
Donnerstag, 29. Jänner 2026
Beginn: 19:00 Uhr
Stand129, Viktor-Adler-Platz 129, 1100 Wien

Medea Talks – der Podcast von und mit Elif Bilici – ist live zu Gast am Stand 129 und öffnet den Raum für Zuseher*innen/Zuhörer*innen. Gemeinsam wird über Macht und Herrschaft im Kunst- und Kulturbereich gesprochen.

Was ist Macht? Wie funktioniert sie? Und wie unterscheidet sie sich von Herrschaft?
Macht ist beweglich und entsteht überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen. Herrschaft dagegen fixiert Macht – sie setzt sich durch und wird zur Regel. Besonders im kulturellen Kontext und im Lichte post- und dekolonialer Perspektiven ist dieser Unterschied entscheidend.

🎧 Ein Live-Podcast mit Gespräch, Präsenz und Publikum – zwischen Analyse, Erfahrung und Austausch.
Mit: Elif Bilici (Regie, Dramaturgie, Schauspiel, Kunstvermittlung, Medea Production)
Hakan Gürses (Philosoph, politischer Bildner, Publizist)

https://www.imgraetzl.at/favoriten-zentrum/treffen/medea-talks-live-podcast-mit-elif-bilici-und-hakan-gurses

Das minoritäre Modell 1

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Winter 2025, Nr. 137 kann nun auch online gelesen werden: „Das minoritäre Modell 1“ (PDF) ist der erste Teil einiger Überlegungen zu einer Perspektive auf die Gesellschaft, die sich von zwei „großen Erzählungen“ (Lyotard) unterscheidet. Der zweite Teil wird in der nächsten Ausgabe der Stimme erscheinen. Der Beitrag ist wie immer ebenso auf IM BLOG, dem Blog der Initiative Minderheiten, zu lesen: Das minoritäre Modell 1.

Zwischen diesen beiden „großen Erzählungen“, der zweigeteilten Gesellschaft und der Gesellschaft als organisch-funktionalem Ganzen, liegt ein Modell, das ich als minoritär bezeichnen will. Eine solche Perspektive auf die Gesellschaft erblickt darin weder eine organische Einheit noch einen unversöhnlichen Gegensatz zweier Kontrahenten. Es sind vielmehr Verhältnisse von Macht, die einerseits stets ihre Position wechseln, andererseits ihre Proponenten.

Şişedeki Mesaj – Köşe Yazıları

2004 ile 2021 arasında çıkan üç dergiye yazdığım Türkçe köşe yazılarından bir seçkiyi, Şişedeki Mesaj başlığı altında e-kitap olarak (pdf formatında) burada paylaşıyorum. Önsözden:

Peş peşe oluşan bu üç dergiye de düzenli biçimde köşe yazıları verdim. Türkiye’nin gündemine, Türkiye kökenli insanların buradaki hayatına, siyasalı belirleyen bazı kavram, teori veya düşünceye yönelik yazılar.

Geçenlerde arşivimi düzenlerken, bu Türkçe köşe yazılarım çarptı gözüme. Zaten gurbet koşullarında okuyucusuna ulaşıp ulaşmayacağını bilemediğim bu “şişedeki mesajların”, sanki hiç yazılmamışlar gibi yok olup gitmelerine gönlüm elvermedi. Dolayısıyla onların aşağı yukarı üçte ikisinden oluşan ve bugün de okunabileceğini umduğum bir seçkiyi, dijital kitap formatında yayımlamaya karar verdim.

Seçki, okumayı kolaylaştırmak hedefiyle tersten başlıyor, günümüze daha yakın sorulara cevap arayan son dönem yazılarıyla. Geçmiş gündemlere anında müdahale amacıyla yazılmış da olsalar, seçtiğim köşe yazılarının bugün hâlâ geçerliliğini koruyan bazı temel siyasal ve kültürel sorunları konu ettiğini düşünüyorum. Bir yandan da yakın tarihimizin bir tanığı bu kitap.

PDF indir

Zaman – neues Lied!

Ich schrieb dieses Lied in den 1980er Jahren und spielte es viele Jahre in meinen Solokonzerten. Im Sommer 2025 nahm ich es zu Hause auf, indem ich alle Instrumente einspielte und sang. Es kann auf meinen YouTube-, Spotify– und Apple Music-Kanälen angehört werden. Es ist das vierte Stück meines Serienwerk-Albumprojekts „Home Recordings heimatloser Lieder“. Weitere werden folgen.

Obwohl in meinen Zwanzigern geschrieben, handelt Zaman / Zeit vom Älterwerden. Darum die Bilder im Video, in denen die Spuren der Zeit erkannt werden, an meinem eigenen Äußeren. Die deutsche Übersetzung können Sie in den Untertiteln (YouTube-Video) mitlesen.

Sie können mir hier auf meinem YouTube-Kanal und auf meinen Musik-Kanälen folgen:
Apple Music: Hakan Gürses Vienna  / hakan-g%c3%bcrses-vienna  
Soundcloud: Hakan Guerses soundcloud.com/hakan_guerses

Bu şarkıyı 1980’li yIllarda yazdım, yıllarca solo konserlerimde çalıp söyledim. 2025 yazında, tüm aletlerini kendim çalıp söyleyerek evimde kaydettim. Bu kayıt, YouTube, Spotify ve Apple Music kanallarımda dinlemeye açıldı. 2024’te yayımlamaya başladığım „Evsiz Şarkıların Ev Kayıtları“ adlı seri albüm projemin dördüncü parçası. Devamı gelecek.

Şarkının sözlerini aşağıda bulacaksınız. Yirmili yaşlarımda yazmış olmama rağmen, Zaman yaşlanma üstüne. Videodaki resimlerde, zamanın izlerini kendi dış görünüşümdeki değişimlerle izlemek mümkün.

Kanallarıma abone olursanız, sevinirim:
Apple Music: Hakan Gürses Vienna  / hakan-g%c3%bcrses-vienna  
Soundcloud: Hakan Guerses soundcloud.com/hakan_guerses

Zaman

Gözlerin güneşti, buluttur şimdi
Gözlerin kalmadı, kalmadı, gitti
Öteye gidiyor, bizle öteye
Kardeşimiz zaman.

(mehr …)

Füße am Mittelmeer

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Herbst 2025, Nr. 136 kann nun auch online gelesen werden: „Füße am Mittelmeer“ (PDF). Ebenso auf IM BLOG, dem Blog der Initiative Minderheiten: Füße am Mittelmeer. Ich habe mich in der Kolumne diesmal mit dem Thema „Social Media als Heterotopie“ befasst.

Der Philosoph Michel Foucault hat den (ursprünglich medizinischen) Terminus „Heterotopie“ geprägt – zuerst in seinem Buch Die Ordnung der Dinge, das mit dem Zitat einer eigenwilligen Klassifikation von Tieren beginnt: Da stehen Tiere, „die sich wie Tolle gebärden“, neben Tieren, „die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind“.  Der Philosoph fragt: „Wo könnten sie nebeneinandertreten, außer in der Ortlosigkeit der Sprache?“

Über Heterotopie (Foucault hat übrigens deren Bedeutung später ziemlich modifiziert) wurde einiges geschrieben. Ich will diesen „Gegen-Ort“-Begriff nicht weiter thematisieren, sondern mir nur die Frage Foucaults ausborgen: Wo könnten diese verschiedenen Bilder, Themen, Aussage-Kategorien, Musikstücke, sprachlichen, räumlichen oder zeitlichen Bezüge nebeneinandertreten – außer in den Social Media?

Leid und Mitleid

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Sommer 2025, Nr. 135 kann nun auch online gelesen werden: „Leid und Mitleid“ (PDF). Ebenso auf IM BLOG, dem Blog der Initiative Minderheiten: Leid und Mitleid.

Die wohl etwas naive Sinnfrage also, die sich dieser Tage aus der Verdichtung von Gewaltbildern (jedenfalls für mich) ergibt, lautet: Wieso können wir Menschen trotz unserer kulturellen Hervorbringungen, unserer ethischen Standards und angesichts der schlimmsten Erfahrungen jüngerer Geschichte anderen Menschen noch immer solch unermessliches Leid zufügen?

(Zeit-)Historische Beispiele reichen von Sklaverei und kolonialistischen Gräueltaten über Shoah bis hin zu Folterkammern in Diktaturen und zeigen uns vor allem, dass es systematische Gewalt von Menschen an Menschen gibt – trotz aller zivilisatorischen Fortschritte. Über die Gründe und das Wie dieser ungebrochenen Gewalt geben sie uns indes kaum Auskunft. Ebenso wenig über das Gegengift: Erziehung? Strengere Gesetze? Stärkeres Eingreifen von internationalen Kräften?

Yağmurlu Şehrin Kavalcısı

Bu şarkıyı 1986 yılında yazdım, yıllarca solo konserlerimde çalıp söyledim, bir kaç yıl önce de bir konser kaydını internette paylaştım. 2025 başında tüm aletlerini kendim çalıp söylediğim yeni yorumunu evimde kaydettim. Bu yorum, bugünden itibaren YouTube, Spotify ve Apple Music kanallarımda dinlemeye açıldı. 2024’te yayımlamaya başladığım „Evsiz Şarkıların Ev Kayıtları“ adlı seri albüm projemin üçüncü parçası. Devamı gelecek.

Şarkının sözlerini aşağıda bulacaksınız. Kendi göç hikayemi o ilk yıllarda nasıl algıladığımı kapalı biçimde de olsa anlatan sözler…


Dieses Lied schrieb ich im Jahr 1986 und trug es viele Jahre hindurch in meinen Solo-Auftritten vor. Eine Live-Aufnahme teilte ich vor einigen Jahren im Internet. Anfang 2025 nahm ich es zu Hause auf, indem ich alle Instrumente einspielte und sang. Diese neue Version kann ab heute auf meinen YouTube-, Spotify- und Apple Music-Kanälen angehört werden. Es ist das dritte Stück meines Serienwerk-Albumprojekts „Home Recordings heimatloser Lieder“. Weitere werden folgen.

Die deutsche Übersetzung des Textes finden Sie unten. Die Lyrics berichten davon (wenn auch eher nicht unmittelbar), wie ich mein selbstgewähltes Exil in jenen ersten Jahren empfunden hatte.


YouTube-Kanal: Hakan Gürses Vienna https://www.youtube.com/watch?v=xLj887xE49o

Spotify: Hakan Gürses Vienna https://open.spotify.com/intl-de/album/69xhSvau9LiFk7iq2xIgPo

Apple Music: Hakan Gürses Vienna

Yağmurlu Şehrin Kavalcısı (Söz & Müzik: Hakan Gürses)

Çıktım geldim iki taştan ekmeğimle
Elimde bin bahardan sesler taşıyan
Bir telli saz, bir de kaval
Koşarak ipeğin geçtiği o uzun yoldan. (mehr …)

Dimensionen des gegenwärtigen Umbruchs

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Frühling 2025, Nr. 134 ist erschienen und hat den Titel: Dimensionen des gegenwärtigen Umbruchs. Der Text kann online gelesen werden auf IM BLOG, dem Blog der Initiative Minderheiten: https://www.imblog.at/dimensionen-des-gegenwaertigen-umbruchs/

Die Welt scheint, politisch betrachtet, kopfzustehen. Der Rechtsruck in Europa, die Machtübernahme des Trumpismus in den USA, der weltweite Siegeszug des Autoritarismus, Kriege in geographischer oder emotionaler Nähe, fortgeführter Abbau des Sozialstaates, und all das angesichts der anhaltenden Klimakrise! Es geschieht da etwas Tiefreichendes und Nachhaltiges. Wir können uns indes nicht einmal auf den Begriff für die Lage einigen: Wende? Polykrise? Stadium des Kapitalismus? Ende des Anthropozän? Ein Umbruch ist es allemal.

Die meisten Erklärungsansätze fokussieren auf nur einen Aspekt und vernachlässigen weitere Ebenen dieser komplexen Veränderungen. Der Umbruch findet meines Erachtens in vier Dimensionen statt, aus denen jeweils eine Perspektive für seine Analyse abgeleitet werden kann.

Zwei Texte in der Stimme Nr. 132, Herbst 2024

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Herbst 2024, Nr. 132 ist nun auch online: Doppelbindung und Doppelstandard (PDF). Auch zu lesen auf IM BLOG, dem Blog der Initiative Minderheiten: https://www.imblog.at/doppelbindung-und-doppelstandard/

In den letzten Jahren ist das Problem akut geworden: Wenn Migrant*innen aus dem Nahen Osten oder der Türkei offen antisemitische Aussagen von sich geben, wenn bei Femiziden ein Großteil der Täter den sogenannten Migrationshintergrund hat, wenn Terroranschläge gegen die Bevölkerung vor allem islamistisch motiviert sind – was tun? In polarisierenden öffentlichen Debatten zu diesen Fällen gerate ich fast automatisch in eine Zwickmühle, die an den Double-bind-Effekt erinnert.

In derselben Ausgabe der Zeitschrift Stimme erschien auch mein Artikel Die Geschichte als Döner und Ausblendung (PDF), in dem ich den Umgang mit der Erinnerung an die Geschichte der „Gastarbeiter“-Arbeitsmigration nach Österreich (und Deutschland) hinterfrage.

Den US-amerikanischen Rassismus verurteilen und die dortigen Verhältnisse in die hiesigen ohne Übersetzung zu übertragen, kurzum: via Sprache einen imaginären Mikrokosmos der USA zusammenzimmern, um die historisch gewachsenen, realen rassistischen Verhältnisse, den „Rassismus gegen Gastarbeiter“, auszublenden? Ich würde dies niemandem als bewusste Tat vorwerfen, dem hiesigen kulturellen Gedächtnis aber als sein Unbewusstes durchweg unterstellen.

Die Stimme kann im Übrigen als Printzeitschrift abonniert werden. Hier die Informationen: https://stimme.minderheiten.at/wordpress/index.php/abo