About Hakan Gürses

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Posts by Hakan Gürses:

Die dritte Option

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Frühjahr 2022, Nr. 122, mit dem Titel „Die dritte Option“ ist auch auf dem IM BLOG zu lesen.

Warum kann ein prinzipielles Nein zum Krieg nicht auch einen legitimen Standpunkt bilden? Warum wird man im besten Fall für blauäugig gehalten, wenn man auf Maßnahmen pocht, die ein baldiges Ende des Krieges bewirken sollen, statt auf weitere Waffenlieferungen und Durchhalteparolen?

W-Fragen im Untertitel

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Frühjahr 2022, Nr. 122, trägt den Titel W-Fragen im Untertitel.

Fällt es Ihnen auch auf? Es erscheint kaum ein Sachbuch mehr ohne einen Untertitel, der die „Fragestellung“ des Werkes vorausschicken soll. Dem meist reißerischen Titel folgt bereits auf dem Buchcover ein Satz mit sogenannten W-Fragewörtern (etwa: wie oder was). […] Beispiele? Hier einige fiktive, um die wirklichen nicht zu diskreditieren: Das mutige Dagegenhalten. Wie man gegen Schwurbler argumentiert, ohne dabei den Anstand zu verlieren. Oder: Der verratene Antifaschismus. Wie aus einer politischen Bewegung ein Label wurde und was wir dagegen tun können. Ein letztes: Lustvoll klimagerecht. Wann wir endlich aufwachen und wie wir die Welt noch mit Fun retten können.

„Verzicht, Synchronie, Macht“ ist nun als Open-Access-Text verfügbar

Mein Beitrag “Verzicht, Synchronie, Macht”, ein Text, den ich zu Beginn der Covid-19-Pandemie, im März 2020, geschrieben hatte und der 2021 im Sammelband Marc Hill / Cornelia Schmitt (Hg.): Solidarität in Bewegung. Neue Felder für die Soziale Arbeit, Baltmannsweiler: Schneider Verlag erschienen ist, steht nun als Open-Access-Beitrag zur Verfügung. Der Artikel kann hier heruntergeladen werden:

Verzicht, Synchronie, Macht (pdf)

Die pandemische Verwerfung

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Winter 2021/22, Nr. 121 trägt den Titel Die pandemische Verwerfung und ist online auf IM BLOG, dem politischen Weblog der Initiative Minderheiten, zu lesen.

Wir haben es mit einer völlig neuen, einer bio-politischen Linie zu tun, die das politische Spektrum ebenso durchkreuzt wie Klassen, Schichten und soziale Milieus. Darum und weil sie auf dem Hintergrund der Pandemie ihre Furche zieht, nenne ich diese Linie pandemische Verwerfung. Sie ist auch deswegen „pandemisch“, da sie sich wie eine Pandemie verbreitet: eine Verwerfung, die „viral geht“.

Stimmlage # 120

Meine Kolumne Stimmlage (Zeitschrift Stimme) in der Ausgabe Herbst 2021, Nr. 120:

Das dreißigste Jahr

Wir befinden uns also im Jahre 2051 nach Christus. Ganz Österreich ist von einem neoliberalen Autoritarismus besetzt, der sich alle widerständigen Aktivitäten und die korrekte Sprache angeeignet hat. Ganz Österreich? Nein! Eine von unbeugsamen POCs und Gegen-Alliierten bevölkerte Organisation, die Initiative Dekolonisierte heißt (inzwischen ist es nicht mehr politisch korrekt, von „Minderheiten“ zu reden), hört nicht auf, dem postkolonial-neoliberalen Selbstoptimierungszwang Widerstand zu leisten.

Graz Komünistleri Kimlerdir ve Yerel Seçimleri Nasıl Kazanırlar?

Birikim Güncel’in 29 Eylül 2021 Çarşamba çevrimiçi sayısında, Avusturya / Graz yerel seçimlerini KPÖ’nün kazanması üstüne bir yorumum yayımlandı:

Graz Komünistleri Kimlerdir ve Yerel Seçimleri Nasıl Kazanırlar?

Peki, aslında ne oldu Graz’da? Gerçekten de eğilim olarak bir sola kaymadan söz edebilir miyiz? Yoksa özel etmenlerin neden olduğu münferit bir durum mu söz konusu olan? Bence bu ikinci şık, daha akla yakın bir açıklama. Avusturya basınındaki yorumların önemli kısmı, seçimlerde alınan bu yüksek oy oranını şöyle değerlendiriyor: KPÖ, komünist olduğu için değil, komünist olmasına rağmen kazandı seçimleri… Üç önemli etmen, bence bu sonucun ortaya çıkmasında rol oynadı. Komünistlerin Graz’daki özel tarihi, KPÖ adayının ve diğer politikacılarının inandırıcı siyasal kişiliği ve partinin genel politikasında olduğu kadar seçim propagandasında da merkeze aldığı konu.

Beitrag im Sammelband „Solidarität in Bewegung“

Mein Beitrag „Verzicht, Synchronie, Macht“, ein Text, den ich zu Beginn der Covid-19-Pandemie, im März 2020, geschrieben hatte, ist  in dem Sammelband erschienen:

Marc Hill / Cornelia Schmitt (Hg.): Solidarität in Bewegung. Neue Felder für die Soziale Arbeit, Baltmannsweiler: Schneider Verlag: 3–8.

Meine These lautet: Dem Trend nach wird individueller Widerstand, jedenfalls von jungen Menschen, weniger in der Zivilcourage erblickt, sondern eher in den Tugenden der Verweigerung und der Empörung. In den post-industriellen Gesellschaften haben wir es augenscheinlich mit einer Verschiebung des Politischen zu tun. In den letzten Jahren wurden drei Bereiche zunehmend zu bevorzugten Sektoren widerständiger Politik: Konsum, Sprache und Umwelt.

Von Diversität zu Pluralität

Der Text zu meinem Input auf der diesjährigen Konferenz von EPALE und Erasmus + ist im Blog von EPALE (auf Deutsch und Englisch) erschienen:

Von Diversität zu Pluralität. Gleichheit und Differenz in der politischen Erwachsenenbildung

Pluralität ist ein politischer Begriff. Wenn die vielen Stimmen der faktischen Vielfalt eine politische Sprache bekommen und ihre Rede vernommen wird, wenn die zu Anderen Gemachten politische Rechte und politische Mitentscheidungsmöglichkeit bekommen, kann Diversität in Pluralität übergehen. […] Bildung, die politische Pluralität in sich abzubilden vermag, hängt eng mit differenzbewussten Gesellschafts- und Bildungspolitiken zusammen. Auch ihre Didaktik, ihre Institutionen, ihr Kanon und ihre personale Zusammensetzung werden sich dann der Pluralität stellen müssen.

From diversity to plurality – Equality and difference in political adult education

Plurality is a political concept. When the many voices of the de facto diversity receive a political language and their discourse is heard, when those who have been made others receive political rights and political options for codetermination, diversity can become plurality. […] Education that seeks to reflect political plurality is closely related to difference conscious social and education policies. Its didactics, institutions, canon, and staff composition will then also need to meet the standards of plurality.

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